Die WAZ berichtete am 29.08.2026 über schwere Vorwürfe von Eltern gegen eine Gelsenkirchener Kindertageseinrichtung. Im Mittelpunkt stehen dabei wiederholte massive körperliche Übergriffe eines Jungen auf andere Kinder.
Dies ist eine Situation, die höchster Aufmerksamkeit bedarf. Daher beantragt unsere Fraktion die unverzügliche Einberufung einer Sondersitzung des Betriebsausschusses Gelsenkirchener Kindertagesbetreuung. Dabei geht es u.a. darum, wann das Jugendamt und andere zuständige Stellen erstmals Kenntnis von den Vorfällen hatten, welche Maßnahmen ergriffen wurden und ob rechtzeitig ausreichend gehandelt wurde, um die übrigen Kinder zu schützen. Weiterhin stehen im Mittelpunkt mögliche Ursachen der erheblichen Verhaltensauffälligkeiten, und ob ein weitergehender Hilfe- oder Schutzbedarf geprüft wurde.
Übrigens: Paradoxerweise kündigte der Kita-Betreiber (DRK) – als „Reaktion“ auf die Beschwerden aus der Elternschaft – ausgerechnet den Betreuungsvertrag eines der geschädigten Kinder, NICHT jedoch den des übergriffigen Jungen.
Eltern müssen in Gelsenkirchen darauf vertrauen können, dass ihre Kinder in einer Kita sicher sind, und dass man Warnsignale ernst nimmt. Daher ist es wichtig, dass die betroffenen Eltern in der Sitzung die Möglichkeit erhalten, zu Wort zu kommen.
