Was nicht passt, wird passend gemacht!

Das Magazin „Spotlight Gelsenkirchen“ veröffentlichte am 23.04.2026 einen Artikel über eine diskutable Maßnahme, die man bislang nicht offen erörtern durfte. Grund dafür ist, dass die zugrunde liegende Beschlussvorlage zunächst als nicht-öffentlich galt. Am Vortag hatte es hierzu eine gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Innovation Gelsenkirchen sowie des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses Gelsenkirchen stattgefunden – ebenfalls nicht öffentlich. Erst dank der medialen Berichterstattung wurde bekannt, was die Sache ist.

Ursprünglich sollte nämlich im MLP Business Park Schalke ein gemischt genutztes Gewerbegebiet – mit Raum für Handwerk sowie kleine und mittlere Unternehmen – entstehen. Das Ziel war ein vielfältiger Branchenmix, keine einseitige Nutzung!

Die Realität sieht jedoch anders aus. Tatsächlich entwickelt sich der Standort nun zu einem großflächigen Logistikbetrieb mit einem einzigen dominierenden Nutzer. Der entscheidende Punkt dabei: Nach Einschätzung der Verwaltung stimmt diese Art der Nutzung nicht mit den Festsetzungen des bestehenden Bebauungsplans überein. Der entscheidende Schritt dabei: Trotz dieser Abweichung soll das Vorhaben umgesetzt werden. Wie ist es machbar? Hierzu wird tatsächlich der bestehende Durchführungsvertrag einfach geändert! Im Endeffekt heißt es: Beim entstehenden Projekt orientiert man sich nicht an der Planung, sondern man modifiziert die vertraglichen Rahmenbedingungen so, dass das Projekt entsprechend dem neuen Vorhaben ermöglicht wird.

Dies ist ein klarer Bruch mit den ursprünglichen politischen Festlegungen. Und so wird aus einem geplanten vierfältigen Gewerbegebiet nun doch ein durch einzelne Nutzung bestimmter Standort.

Fazit: Die ursprüngliche Projektidee wird verändert und der Vertrag im Nachgang darauf zugeschnitten. Dies ist ein politischer Einschnitt: Was nicht passt, wird passend gemacht!