Als die AfD-Fraktion 2024 eine frühzeitige und systematische Deutschförderung in Kitas forderte, wurde der Vorstoß von CDU-Seite als „falscher Ansatz“ kritisiert und zudem als nicht in den GeKita-Ausschuss gehörend beanstandet (1). Doch zwei Jahre später fordert Hobie Fischbach, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, selbst „verbindliche und frühzeitige Sprachförderung“ – und erklärt ausgerechnet, man solle „nicht monatelang über Zuständigkeiten diskutieren“ (2). Passend dazu plant die CDU-geführte Landesregierung nun die Einführung verpflichtender sogenannter ABC-Klassen: Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen sollen ab dem Schuljahr 2028/29 bereits im Jahr vor der Einschulung zweimal wöchentlich gezielt sprachlich gefördert werden (3). Die Stadtverordnete der AfD-Fraktion Petra Nüßen stellt fest: „Offensichtlich ging es der CDU damals wie auch heute mehr um den politischen Absender als um die Sache selbst.“
