Seit 2017 finanziert Gelsenkirchen mit mittlerweile 270.000 Euro jährlich Bürger- und Vereinsprojekte über die von der SPD eingeführten “Bezirksforen“. Ursprünglich sollten damit tatsächlich Bürger beteiligt werden, doch mit der Zeit entwickelte sich das Ganze zur Dauerfinanzierung immer wieder derselben Vereine. Deswegen gilt seit Oktober eine sinnvolle Neuregelung: Wer in diesem Jahr Geld bekommt, erhält im nächsten Jahr nichts. So bekommen auch andere eine Chance. Und? Prompt blieben im Bezirk Mitte knapp 35.000 Euro übrig – Geld, das die Stadt bei einem für 2026 zu erwarteten Haushaltsloch von knapp 70.000.000 Euro dringend braucht (2). Doch nicht jeder sieht es genauso: SPD-Bezirksbürgermeister Joachim Gill spricht allen Ernstes von einem „Skandal“ und will diese Regelung kippen! Dabei ist es ausgerechnet die SPD, die für die Finanzprobleme Gelsenkirchens mitverantwortlich ist. „Offenbar ist es ihnen wichtiger, Steuergeld mit vollen Händen auszugeben, statt endlich mal zur Vernunft zu kommen“, kritisiert Petra Nüßen, Vorsitzende der AfD-Bezirksfraktion Mitte. Dass es auch anders geht, hatte unsere AfD-Fraktion längst mit ihren Haushaltsanträgen gezeigt, die allerdings, wie immer, von der Mehrheit im Rat der Stadt abgelehnt wurden! Daher schauen wir der Neuregelung bei den Bezirksforen positiv entgegen, doch genug ist es nicht. Wir fordern nämlich ihre vollständige Abschaffung! Eine hochverschuldete Stadt kann nicht jeden Vereinswunsch finanzieren und die Rechnung dafür unseren Kindern und Enkelkindern aufzwingen!
